Sergej Tenjatnikow

 

Geb. 1981 in Krasnojarsk, Sibirien; Lyriker, Übersetzer, Essayist und Videopoet. Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Russistik in Leipzig und Manchester. Schreibt Gedichte und Kurzprosa in deutscher und russischer Sprache. Seit 2011 hat Tenjatnikow in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht, etwa Ostragehege, Schlafende Hunde, RHEIN!, Der Maulkorb und Literaturblätter der Deutschen aus Russland. Auf Russisch publizierte er in Literaturzeitschriften in Belgien, Deutschland, Kasachstan, Russland, der Ukraine und den USA. 

Sein Debütgedichtband »Aus deinem Auge schlüpft der Kuckuck« erschien 2017 beim Lychatz-Verlag in Leipzig. Der zweite Lyrikband »Plutarchs Kopf« erschien 2019 beim ostbooks Verlag in Herford. Auf Russisch veröffentlichte er vier Lyrikbänder: »Gutenbergs Insel« (rus. Остров Гутенберга), 2019, Moskau; »Die Kitzel« (rus. Щекотки), 2021, Moskau; »Die Graffitis in der Trojanischen U-Bahn« (rus. Граффити в Троянском метро), 2023, Moskau; »Das Jahrhundert von gestern« (rus. Век прошлогодний), 2025, Moskau. Tenjatnikow hat über hundert Publikationen (Gedichte, Prosa, Übersetzungen) in deutsch- und russischsprachiger Periodika. Es wurden auch Übersetzungen seiner Gedichte auf Armenisch und Englisch veröffentlicht.

Als Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent hat er an über dreißig Projekten (Videopoetry, Spielfilm, Video-Antologie) gearbeitet, die sowohl im Fernsehen und Kino als auch auf den Filmfestivals in Australien, Deutschland, Russland und Slowenien präsentiert wurden. 
Sergej Tenjatnikow ist Mitglied des Verbandes der russischen Schriftsteller, der internationalen Akademie der Transrational-Sprache (Saum-Akademie, rus. Академии Зауми) und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Wesi (Jekaterinburg). Er ist Mitglied des Organisationsausschusses und Mitbegründer des Kurzgeschichtenwettbewerbes Hier ist kein Sibirien … Für seine Lyrik wurde er unter anderem mit dem Preis des Poesiefestivals Emigrantskaja Lira in Belgien 2014, dem Literaturpreis der Viktor-Astafjew-Stiftung 2015 und dem Dawid Burljuk Preis für experimentelle Poesie 2021 ausgezeichnet. Seine Dichtung wird dem Neo-Surrealismus in der zeitgenössichen russischen Poesie zugerechnet.

Es erschienen von ihm zahlreiche Übersetzungen der Gedichte von zeitgenössischen russischen Dichtern ins Deutsche, unter anderem von Sergej Birjukov, Elena Frolowa, Valerij Semskich, Andrej Korowin, Jegor Letow, Mijasat Muslimowa, Alexander Schmidt, Alexander Kabanow, Elena Kazjuba und Konstantin Kedrow. 2016 kam Gleb Schulpjakows Gedichtband »Anfang der Religion« in seiner Übersetzung beim hochroth Verlag heraus. Außerdem zahlreiche Übersetzungen ins Deutsche von Texten aus Abchasien, Russland und der Ukraine in: Der Osten leuchtet – Poetische Töne aus Europa, Dielmann-Verlag 2022.

Tenjatnikows Übertragungen der Gedichte von Ossip Mandelstam (1891-1938) aus dem Russischen wurden in der Literaturzeitschrift BAWÜLON, Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, Nr. 2 / 2025 (58) veröffentlicht. 

Seine Übersetzungen ins Russische der Gedichte von Peter Gehrisch, Richard Pietraß, Marco Sagurna und Roman Israel wurden in Zeitschriften und Gedichtbänden veröffentlicht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Veröffentlichungen 

 

Artur Böpple (Hrsg.): Fremd unster seinesgleichen – Almanach. ostbooks Verlag Herford 2020, ISBN 978-3-947270-11-8

 

Artur Böpple (Hrsg.): ZwischenHeimaten – Almanach 2019. ostbooks Verlag Herford 2019, ISBN 978-3-947270-07-1

 

Silvio Colditz (Hrsg.): Der Maulkorb #24. Blätter für Literatur und Kunst. Dresden 2018, ISSN: 1865-9586 

 

Silvio Colditz (Hrsg.): Der Maulkorb #23. Blätter für Literatur und Kunst. Dresden 2018, ISSN: 1865-9586 

 

Artur Böpple (Hrsg.): Und zur Nähe wird die Ferne – Almanach 2017 / 2018. ostbooks Verlag Herford 2017, ISBN: 978-3-947270-03-2 

 

Thomas Bachmann (Hrsg.): Schlafende Hunde V. Politische Lyrik. Verlag am Park Berlin 2017, ISBN: 978-3-945187-86-9 

 

Ostragehege Heft 3/ 2016 (Nr. 81). Literarische Arena e.V. Dresden 2016, ISSN: 0947-1286 

 

Artur Böpple (Hrsg.): Das (hoch-)gelobte Land. Anthea-Verlag Berlin 2016, ISBN: 978-3-943583-49-6 

 

Kurt Roessler, Rolf Stolz (Hrsg.): RHEIN! Nr. 13. Kunstgeflecht e.V. Neunkirchen-Seelscheid 2016, ISBN: 978-3-935369-36-7 

 

Thomas Bachmann (Hrsg.): Schlafende Hunde IV. Politische Lyrik. Verlag am Park Berlin 2015, ISBN: 978-3-945187-21-0 

 

Ostragehege Heft 2/ 2015 (Nr. 76). Literarische Arena e.V. Dresden 2015, ISSN: 0947-1286 

 

 

Veröffentlichungen auf Englisch

 

Anatoly Kudryavitsky (ed.): MESSAGE-DOOR. An Anthology of Contemporary Surrealist Poetry from Russia. Includes poems by Sergey Biryukov, Anna Glazova, Tatyana Grauz, Dmitry Grigoriev, Anatoly Kudryavitsky, Yuri Milorava, Sasha Moroz and Sergey Tenyatnikov. Bilingual English/Russian, 2020, ISBN 978-1-912963-17-1

 

René Kanzler (Hrsg.): The Transnational Vol. 6. A Literary Magazine. 2019, ISBN13: 9783748171027

 

 

Teilnahme an Buchmessen, Festivals, Workshops u. Ä. (Auswahl) 

 

The Poetic City Poetry Cinema in Canberra, Australien 2021

 

Festival of Hope 2. From Russia With Poetry. Videopoetry, Slowenien 2021

 

1. Internationales Alexei-Parschtschikow-Literaturfestival, Berlin 2019

 

ViceVersa Russisch-Deutsche Lyrikübersetzerwerkstatt, Übersetzerhaus Looren, Schweiz 2018

 

Autorenworkshop „20. Irseer Pegasus“, Schwabenakademie Irsee 2018 

 

Leipziger Buchmesse, Messegelände 2012 u. Stadtbibliothek, Leipzig 2017 

 

Fachtagung „Feder-Kuli-Tastatur“, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., Schweinfurt 2015, 2016 u. Nürnberg 2017 

 

Lausitzer Lyrikfestival, Senftenberg 2014, 2015 u. 2017 

 

Russian Poetry Slam, Hamburg 2015 u. 2016 

 

Waldstock Festival, Pegnitz 2015 

 

6. Internationales Poesiefestival „Emigrantskaja Lira“, Lüttich Belgien 2014 

 

23. Filmfestival, Cottbus 2013 

 

Interkulturelle Woche, Leipzig 2013 

 

11. Internationales Literaturfestival „Woloschinskij Sentjabr“, Krim 2013 

 

16. Leipziger literarischer Herbst, Leipzig 2012 

 

Literatur- und Kunstfest LyrikPark, Hildesheim 2012